Bern, 27.06.2008 (BSV) - Eingliederung ist auch unter schwierigen Voraussetzungen möglich. Die Grundidee der 5. IV-Revision, Eingliederung vor Rente, wird damit bestätigt. Eine Evaluation der Arbeitsvermittlung im Rahmen des Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung (FoP-IV) zeigt auf, welche Faktoren massgeblich zu erfolgreicher Eingliederung führen und wo weiteres Entwicklungspotential liegt.
Bern, 27.06.2008 (BSV) - Eingliederung ist auch unter schwierigen Voraussetzungen möglich. Die Grundidee der 5. IV-Revision, Eingliederung vor Rente, wird damit bestätigt. Eine Evaluation der Arbeitsvermittlung im Rahmen des Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung (FoP-IV) zeigt auf, welche Faktoren massgeblich zu erfolgreicher Eingliederung führen und wo weiteres Entwicklungspotential liegt.
Bereits unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen der 4. IV-Revision war Arbeitsvermittlung eine wichtige Aufgabe der IV-Stellen. Wie hat sie bisher gewirkt, welches sind Erfolgsfaktoren und wie wird die Arbeitsvermittlung durch die IV-Stellen von den Arbeitgebern wahrgenommen? Diese Fragen untersuchte eine vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) beim Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) in Auftrag gegebene Evaluation.
Die Studie setzt die Arbeitsvermittlungserfolge der IV-Stellen in Beziehung mit verschiedenen äusseren Faktoren wie z.B. Arbeitslosigkeitsrate, Anteil AusländerInnen, Anteil Bevölkerung mit tiefem Bildungsniveau, aber auch mit internen Faktoren wie z.B. Organisation, Personal oder Abläufe einer IV-Stelle. Die Studie kommt zum Schluss, dass der Eingliederungserfolg der IV-Stellen grösstenteils von IV-Stellen-internen Faktoren abhängt. Dadurch, dass der Erfolg für eine Eingliederung nur gering durch die Arbeitslosigkeitsrate oder andere externe Faktoren beeinflusst wird, besteht ein erhebliches Potential bei den IV-Stellen, mit geeigneten Massnahmen die Wirksamkeit der beruflichen Massnahmen noch zu steigern. Die 5. IV-Revision hat den Schwerpunkt auf die berufliche Eingliederung von Menschen mit gesundheitsbedingter Erwerbsbehinderung gesetzt. Im Hinblick auf das geortete Eingliederungspotential liegt sie damit richtig.
Bei den IV-Stellen haben sich folgende drei wichtige interne Erfolgsfaktoren herauskristallisiert:
Die Studie ortet das Potential im Bereich der beruflichen Eingliederung also in der Anpassung der Strukturen und Prozesse innerhalb der IV-Stellen, aber auch in einer grosszügigen Ausgestaltung des Zugangs zu beruflichen Massnahmen. Dies wurde bereits erkannt und im Rahmen der 5. IV-Revision wurden diesbezügliche Aufgaben verteilt.
Die befragten Unternehmen beurteilen die Kontakte mit den IV-Stellen überwiegend als positiv. Sie bescheiden den Arbeitsvermittlern hohe Kompetenz. Die Informationen und Hilfestellungen der IV-Stellen haben häufig zu einer verbesserten Integration von Behinderten beigetragen. Andererseits sehen die Unternehmen auch Verbesserungspotential zum Beispiel in einer Vereinfachung der administrativen Formalitäten.
Herausgeber:
Bundesamt für Sozialversicherungen
Internet:
http://www.bsv.admin.ch
01.09.2010
Die Kantonale IV-Stelle Wallis schreibt eine Stelle als Arbeitsplatzberater/in aus: "siehe Inserat"